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Hunde und Katzen in Indien

Katzen in Indien

Katzen sieht man in Indien häufig. Sie sind kleiner als unsere Hauskatzen und es gibt sie in vielen Farbtönen: Rote Kater, mehrfarbige Glückskatzen mit bernsteinfarbenen Augen oder Getigerte. Gelegentlich tauchen in der Hitze auch schwarze Kater auf. Die indischen Katzen machen häufiger und lauter miau als unsere Hauskatzen, sind meist kurzhaariger und haben einen großen Bewegungsdrang. Manche wirken aufdringlich und nervös.

Katzen sind bei den meisten Indern nicht besonders beliebt. Dennoch gehören sie irgendwie dazu und werden gelegentlich gefüttert. Wenn morgens der Fischverkäufer mit Verkaufsgesang und Fahrrad durchs verschlafene Dorf zieht, dann wirbelt ein miauender Haufen um ihn herum. An guten Tagen greift er in seinen Korb und wirft ein paar kleine Fische herunter.

Aufgrund der Armut in Indien werden jedoch viele Katzen kaum beachtet und dürften nur ein kurzes Leben haben. Kaum jemand kastriert sie und der Nachwuchs hat oft geringe Überlebenschancen. Es liegt in der Natur der Katzen, viel Nachwuchs zu produzieren, damit auch unter schwierigen Bedingungen immer mal ein Junges überlebt.

Hunde in Indien

Es leben auch zahlreiche Hunde in Indien. Viele von ihnen streunen durch die Straßen und Höfe, um nach Essbarem zu suchen. Die zahlreichen freilebenden Hunde bilden ein interessantes Rudelverhalten. Hier und da kommt es zu Rangkämpfen und man hört oft das Gejaule von Unterwerfungen. Aufgrund des knappen Nahrungsangebotes definieren die Rudel genaue Abgrenzungen und Rangordnungen. Zielstrebig laufen sie suchend und markierend ihre gewohnten Strecken ab.

Einige Hunde werden gefüttert und als Wachhunde gehalten, manche sind an Ketten gebunden und aggressiv.

Eine Zeit lang tauchten in einigen Stadtteilen von Bombay Inder mit Hunden an Leinen auf. In der anderen Hand hielten sie einen Stock. Das sah etwas unbeholfen aus. Ein Jahr später war dieser Trend wieder verschwunden.

Es gibt Nächte, in denen eine merkwürdige Unruhe über dem Ort liegt. Immer wieder heulen und bellen Hunderudel in allen Richtungen, fast durchgängig die ganze Nacht.

Manche Hunde nutzen den Schutz des Menschen, um größere Strecken durch das Revier andere Rudel zurück zu legen. Ein schlauer Hund, der meist vor meinem Guesthouse lag, sprang immer auf den Fußbereichs des Motorrollers, sobald man nur einen Schritt in Richtung des Fahrzeugs tat. Er fuhr mit und nutzte jeden Zwischenstopp zum Markieren und Suchen nach Essbarem. Im nächsten Ort lief er auch mal davon und kam abends völlig erledigt wieder nach Hause.

Es kann passieren, dass fremde Hunde auftauchen und sich dazulegen, wenn man nachts am Strand schläft. Auf Wegen schließen sie sich auch manchmal an und laufen frech durch die Reviere anderer Hunde mit, was zu Jagden um die Beine ihres Beschützers führen kann. Dann hilft nur vorsichtiges langsames Weitergehen. Bloß keine ruckartige Bewegung, nicht rennen und besser die Arme an den Oberkörper ziehen. Selbiges gilt, wenn man durch Gärten oder über Felder abkürzen will und plötzlich in einem bellenden Rudel steht.

Berichten zufolge werden in Indien immer wieder Menschen von Hunderudeln getötet, vor allem Kinder. Das hat dazu geführt, dass in einigen Regionen die Hunde umgebracht wurden.

Und was sollte man nicht tun? Einen Hund mit einer Katze verwechseln. Das kann passieren, wenn man mit Katzen aufgewachsen ist und routinemäßig einfach mal einen Hund anfasst und streichelt, wie man es eben bei Katzen gewohnt ist. Wenn der indische Hund dann auch noch am Fressen ist und einer derer ist, die an einer Kette gehalten werden, dann hat man vielleicht einen Biss im Bein. Die Ärztin wollte mir Spritzen gegen Tollwut verabreichen. Ich lehnte ab und gab dem Hundebesitzer meine Emailadresse. Er sollte sich melden, falls der Hund sich komisch verhält. Es kam keine Mail.

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